Jetzt wird’s bohnenstark! Unsere Rezeptideen
Endlich ist es so weit: Die grünen Bohnen sind erntereif!
Wer im Frühjahr Busch- oder Stangenbohnen ausgesät hat, kann sich im Sommer über eine reichliche Ernte freuen. Und manchmal sogar über eine sehr reichliche Ernte. Denn wer regelmäßig pflückt, kennt das Phänomen: Kaum hat man den Korb in die Küche gebracht, hängen gefühlt schon die nächsten Bohnen an den Pflanzen.
Das ist aber gar kein Problem. Denn grüne Bohnen gehören zu den Gemüsesorten, die in der Küche unglaublich vielseitig sind.
Wir zeigen Ihnen, wann die Bohnen erntereif sind, wie Sie richtig pflücken, was Sie mit einer großen Ernte machen können und natürlich, was daraus Leckeres auf den Tisch kommt.
Wann sind grüne Bohnen erntereif?
Je nach Aussaatzeit und Sorte beginnt die Ernte im Sommer. Besonders lecker sind grüne Bohnen, wenn die Hülsen noch jung, knackig und zart sind.
Warten Sie mit der Ernte nicht unnötig lange. Werden die Hülsen sehr groß und die Samen darin deutlich sichtbar, können die Bohnen zunehmend faserig werden.
Ein weiterer Vorteil des regelmäßigen Pflückens: Die Pflanzen werden dadurch angeregt, weitere Blüten und Hülsen zu bilden.
Unser Gartentipp: Schauen Sie während der Erntezeit alle paar Tage nach Ihren Pflanzen. Gerade Stangenbohnen verstecken ihre Hülsen erstaunlich gut zwischen den Blättern.
Beim Ernten die Bohnen vorsichtig mit den Fingern abknipsen oder mit einer kleinen Schere abschneiden, damit Triebe und Ranken möglichst nicht beschädigt werden.
Und plötzlich ist der Erntekorb voll …
Genau das macht den eigenen Gemüsegarten so schön: Was eben noch an der Pflanze hing, kann kurze Zeit später in der Küche verarbeitet werden.
Grüne Bohnen schmecken besonders gut möglichst frisch nach der Ernte.
Vor der Zubereitung werden sie gewaschen und die Enden entfernt. Je nach Gericht können die Hülsen anschließend ganz bleiben oder in kleinere Stücke geschnitten werden.
Wichtig: Grüne Bohnen dürfen nicht roh gegessen werden. Sie enthalten natürlicherweise Phasin. Deshalb müssen Bohnen vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden.
Und dann stellt sich nur noch eine Frage:
Was kochen wir daraus?
Lauwarmer Garten-Bohnensalat mit Kartoffeln
Ein richtig schönes Sommergericht und ideal, wenn neben den Bohnen auch Kartoffeln und Kräuter aus dem eigenen Garten kommen.
Zutaten für 4 Personen
- 500 g frisch geerntete grüne Bohnen
- 600 g kleine Kartoffeln
- 1 rote Zwiebel
- 150 g Feta
- frische Petersilie
- Bohnenkraut
- Salz und Pfeffer
Für das Dressing:
- 3 EL Öl
- 2 EL Apfelessig
- 1 EL körniger Senf
- 1 TL Honig
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
Kartoffeln gar kochen und halbieren oder vierteln.
Bohnen putzen und mit etwas Bohnenkraut in Salzwasser ausreichend garen.
Essig, Senf und Honig verrühren, Öl hinzugeben und abschmecken. Die noch warmen Kartoffeln und Bohnen mit fein geschnittener Zwiebel und dem Dressing vermengen.
Kurz ziehen lassen und anschließend Feta und frische Petersilie darübergeben.
Garten-Tipp: Frisches Bohnenkraut passt natürlich perfekt dazu. Wer es einmal im Kräuterbeet hat, kann es den ganzen Sommer über für Bohnen- und Kartoffelgerichte verwenden.
Gartenbohnen mit Speck & Zwiebeln
So einfach. So klassisch. So gut.
Zutaten für 4 Personen
- 800 g grüne Bohnen
- 1 große Zwiebel
- 100–150 g Speck
- 1 EL Butter
- Bohnenkraut
- Petersilie
- Salz und Pfeffer
- etwas Muskat
Bohnen putzen, in Stücke schneiden und mit Bohnenkraut in Salzwasser garen.
Währenddessen Speck langsam in einer Pfanne auslassen. Zwiebel würfeln, hinzugeben und goldgelb braten.
Die gegarten Bohnen mit etwas Butter dazugeben und einige Minuten durchschwenken. Mit Pfeffer und einer kleinen Prise Muskat abschmecken und Petersilie darübergeben.
Dazu: frische Kartoffeln und Frikadellen.
Mehr braucht es manchmal gar nicht.
Lieber vegetarisch?
Speck weglassen und die Zwiebeln langsam in Butter goldbraun rösten. Zum Schluss ein paar in Butter geröstete Semmelbrösel über die Bohnen geben.
Kalter Bohnensalat direkt aus dem Sommergarten
Bohnen, Tomaten und Kräuter, drei Dinge, die im Sommer wunderbar zusammenpassen.
Zutaten für 4 Personen
- 500 g grüne Bohnen
- 250 g Cocktailtomaten
- 1 rote Zwiebel
- 150 g Feta
- frische Petersilie
- frisches Basilikum
- 3 EL Olivenöl
- 2 EL heller Essig
- 1 TL Senf
- 1 TL Honig
- Salz und Pfeffer
Bohnen ausreichend garen und anschließend vollständig abkühlen lassen.
Tomaten halbieren, Zwiebel fein schneiden und Feta zerbröseln.
Aus Öl, Essig, Senf und Honig ein Dressing herstellen. Alles vermengen und reichlich frische Kräuter darübergeben.
Perfekt für einen warmen Sommerabend oder als Beilage beim Grillen.
Schnippelbohneneintopf mit Mettenden
Wenn der Erntekorb richtig voll geworden ist, darf auch der Kochtopf etwas größer ausfallen.
Zutaten für 4 Personen
- 700 g grüne Bohnen
- 600 g Kartoffeln
- 2 Möhren
- 1 Zwiebel
- 1 kleine Stange Lauch
- ca. 1 Liter kräftige Brühe
- 4 Mettenden
- Bohnenkraut
- 1 Lorbeerblatt
- 1 EL Senf
- Petersilie
- Salz und Pfeffer
Kartoffeln und Möhren würfeln, Bohnen in mundgerechte Stücke und Lauch in Ringe schneiden.
Zwiebel anschwitzen, Kartoffeln und Möhren hinzugeben und mit Brühe auffüllen. Lorbeer und Bohnenkraut dazugeben.
Nach etwa zehn Minuten Bohnen und Mettenden hinzufügen und alles weiterköcheln lassen, bis Gemüse und Bohnen gar sind. Lauch gegen Ende dazugeben.
Mit Senf, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
Und wie es sich für einen guten Eintopf gehört: Am nächsten Tag schmeckt er häufig noch besser.
Bohnen-Kartoffel-Pfanne mit Spiegelei
Das perfekte „Was der Garten heute hergibt“-Essen.
Zutaten für 4 Personen
- 500 g grüne Bohnen
- 700 g gekochte Kartoffeln
- 1 große Zwiebel
- 4 Eier
- Butter
- etwas Öl
- Bohnenkraut
- Paprikapulver
- Salz und Pfeffer
- frischer Schnittlauch
Bohnen putzen und ausreichend garen.
Kartoffeln in Scheiben schneiden und in einer großen Pfanne goldbraun braten. Zwiebeln dazugeben und mitrösten.
Bohnen und etwas Butter hinzufügen und mit Bohnenkraut, Paprika, Salz und Pfeffer würzen.
Spiegeleier braten und auf der Bohnen-Kartoffel-Pfanne anrichten. Schnittlauch darüber – fertig.
Für die deftige Variante: Ein paar Speckwürfel mit den Zwiebeln anbraten.
Wohin mit der großen Bohnenernte?
Wer Bohnen selbst anbaut, kennt es: Irgendwann erntet man mehr, als man direkt essen kann.
Dann lohnt es sich, einen Teil der Ernte für später haltbar zu machen.
Eine unkomplizierte Möglichkeit ist das Einfrieren. Dafür werden die Bohnen geputzt und in die gewünschte Größe geschnitten. Vor dem Einfrieren empfiehlt es sich, sie kurz zu blanchieren, anschließend in Eiswasser abzukühlen und gut abtropfen zu lassen.
Portionsweise eingefroren lassen sie sich später genau in der Menge entnehmen, die für Eintopf, Gemüsebeilage oder Pfannengericht benötigt wird.
Auch Einkochen und Einlegen sind traditionelle Möglichkeiten, die eigene Ernte länger zu nutzen. Hier sollte allerdings immer nach einem geeigneten und geprüften Rezept gearbeitet werden – insbesondere bei Einkochzeit und Temperatur.
So landet die Sommerernte auch Monate später noch auf dem Teller.