Der Herbst steht bereits vor der Tür und damit steht auch die Erntezeit für die letzten Gemüsesorten an. die Beete werden immer leerer und die Sehnsucht nach frischem Gemüse wächst. Die gute Nachricht ist, dass auch jetzt noch Gemüse für den Herbst und den Winter angebaut werden kann oder frühzeitig für das nächste Jahr. Wir zeigen Ihnen, welche Gemüsesorten auch dem Winter standhalten.
 
 

Winterspinat

Auch im Winter brauchen Sie auf frischen Spinat nicht verzichten. Denn dieser kann noch bis Mitte Oktober im Beet ausgepflanzt werden. Spinat verträgt nicht so viel Hitze und entwickelt dann schnell einen bitteren Geschmack. Darum sollten Sie Spinat erst in der kälteren Jahreszeit pflanzen. Grundsätzlich ist Spinat anspruchslos. Der Boden kann zuvor etwas mit Kalk gedüngt werden. Am besten wird er im Abstand von 20 bis 25 cm zwischen den Reihen in einem halbschattigen, windgeschützten feuchten Beet gepflanzt. An frostigen Tagen sollte er etwas mit Laub oder eisig geschützt werden. Erntezeit ist nach ca. 10-12 Wochen. Falls es bei der Spinaternte einen Überschuss gibt, kann dieser einfach eingefroren werden.
 
 
 

Winterpostelein

Winterpostelein ist auch bekannt unter dem Namen des sibirischen Tellerkrauts und ist wie der Name vermuten lässt, besonders kälteresistent. Die Pflanze kann roh als Salat verwendet werden oder gekocht wie Gemüse. Im gekochten Zustand ähnelt der Winterpostelein ein wenig dem Spinat. Er gilt durch seinen hohen Vitamin C -, Magnesium-, Kalium- und Eisengehalt als besonders gesund. Der Postelein wird an einem halbschattigen Ort auf humoser lockerer Erde mit guter Wasserspeicherkapazität gesät, da er einen Kältereiz benötigt um keimen zu können, ist der ideale Aussaatzeitraum zwischen September und März. Die ideale Keimtemperatur liegt bei 8-12 Grad Celsius. Wichtig ist Außerdem eine konstante Versorgung mit Wasser. Schon nach sechs bis acht Wochen kann der Winterpostelein geerntet werden. Danach sollten Sie ihn zügig verzehren.
 
 

Radieschen

Radieschen zählen wie der Spinat und der Winterpostelein zu den schnellwachsenden Gemüsesorten und können daher noch bis Anfang Oktober gesät werden. Radieschen wachsen nämlich bei Temperaturen ab fünf Grad Celsius. Es eignen sich für die Späte Aussaat besonders die Sorten ‘Parat‘, ‘Sora‘, ‘Raxe‘ und ‘Rudi‘. Sie benötigen wenig Platz und kommen ohne Dünger aus. Lediglich der Boden sollte eine konstante Feuchtigkeit aufweisen. Nach nur vier Wochen sind die Radieschen schon erntefähig und können im Salat oder pur genossen werden.
 
 
 

Feldsalat

Auch Feldsalat ist kälteresistent. Hier ist der späteste Zeitraum zur Aussaat jedoch Mitte September im Freien. Feldsalat benötigt einen sonnigen Standort auf möglichst kalkhaltigem Boden. Er wird in Doppelreihen mit fünf bis acht Zentimeter Abstand und höchstens einem Zentimeter Tiefe in der Erde ausgesät. Die Erde sollte besonders in den ersten drei Wochen eine konstante Feuchtigkeit aufweisen. Damit die Rosette groß wird, empfiehlt es sich, den Feldsalat nach dem ersten Wachstum ein wenig weiter auseinander zu ziehen. Durch die niedrigen Temperaturen wächst der Salat recht langsam. Manchmal kann es bis ins Frühjahr dauern, bis er erntereif ist.
 
 

Winterknoblauch

Für viele darf Knoblauch in der Küche nicht fehlen. Wer gerne dazu auch noch sich in seiner Herkunft sicher sein möchte, für den eignet sich der Selbstanbau. Die beste Nachricht daran ist, es kann direkt im Herbst mit der Pflanzung begonnen werden. Dazu benötigt man einzelne winterharte Knoblauchzehen, welche man im Fachhandel erhält. Diese werden zwischen Mitte September bis Mitte Oktober mit 15 Zentimeter Abstand etwa fünf Zentimeter tief in die Erde gesteckt und anschließend gegossen. Zu viel Feuchtigkeit mag Knoblauch nicht, darum sollte darauf geachtet werden, dass sich keine Staunässe bildet. Im Hochsommer des Folgejahres ist die Erntezeit. Das Laub hat sich zu dem Zeitpunkt zu gut einem Drittel gelb verfärbt. Nach der Ernte sollte der Knoblauch noch eine Woche nachreifen, um ein intensiveres Aroma zu erhalten.