Rot wie die Liebe – Leckere Kirschen
Kirschen gehören zu den beliebtesten Früchten im heimischen Garten und zählen zu den Rosengewächsen. Egal, ob Süßkirsche (prunus avium) oder Sauerkirsche (prunus cerasus), im Sommer schmecken sie frisch vom Baum lecker und knackig. Mit viel Vitamin C sind sie zudem auch noch ein super gesunder Snack für zwischendurch.
Ab Ende Mai/Anfang Juni beginnen die sogenannten Kirschwochen. In diesen Wochen werden die verschiedenen Sorten, je nach Wetter, erntereif. Diese Erntewochen dauern circa neun Wochen an und Enden im Juli, wenn die letzten Sorten rot von den Bäumen leuchten. Erntereif sind Ihre Kirschen, wenn sie sich ganz leicht vom Stiel abziehen lassen. Dann können Sie sich mit Leiter und Eimer oder Korb an das Abpflücken der roten Leckereien machen. Dann sollten Sie allerdings mit Stiel ernten, damit die Kirschen beim Waschen und im Gefäß nicht saften. Im Kühlschrank sind die Kirschen dann circa drei bis vier Tage haltbar.
Kirschbaum anpflanzen
Der beste Zeitpunkt um einen Kirschbaum zu Pflanzen ist der Herbst. So kann der Jungbaum sich noch vor dem Winter gut verwurzeln. Ein geeigneter Kirschbaumstandort muss genügend Platz aufweisen, denn manche Sorten können über 20 m hoch wachsen. Informieren Sie sich über die verschiedenen Sorten, denn mittlerweile gibt es auch sogenannte Zwergsorten oder Hochstämme, die besonders für kleine Gärten geeignet sind. Am liebsten mögen es Kirschbäume in windgeschützten, sonnigen Lagen. Zudem sollte der Standort von Spätfrösten verschont bleiben. Die neuen Sorten sind oft selbstbefruchtend. Sollten Sie jedoch eine nicht selbstbefruchtende Sorte wählen, müssen Sie einen zweiten Baum in der Nähe haben, um leckere Früchte ernten zu können. Süß- und Sauerkirsche können sich auch gegenseitig befruchten.
Süß oder sauer
Ob Süß- oder Sauerkirsche hängt vor allem von Ihrem Geschmack ab. Während Sauerkirschen oft saftreicher sind und sich besser zum konservieren eignen, sind Süßkirschen direkt vom Baum ein Genuss.
Bei den Sauerkirschen unterteilt man in drei verschiedene Gruppen. Eine Gruppe sind die Glaskirschen, die früh reifen und gelblich-rot sind, eine andere Gruppe, die Süßweichseln sind süßer im Geschmack. Am bekanntesten sind jedoch die Schattenmorellen. Diese liefern bei geringer Pflege einen recht hohen Ertrag und eignen sich gut für Marmeladen, Kuchen und zum Einkochen.
Bei den Süßkirschsorten gibt es viele neue Sorten. Die alten Sorten sind meist nicht selbstbefruchtend. Das Fruchtfleisch der Süßkirsche ist meist hell und fest. Bei den Arten wird zwischen Knorpel-Kirsche und Herz-Kirsche unterschieden.
Krankheiten und Schädlinge
Viele der neuen Kirschsorten sind nicht mehr so anfällig für typische Kirschschädlinge und – krankheiten. Jedoch kommt es besonders bei der Schattenmorelle oft zur Spitzendürre (Monilia laxa). Kurz nach der Blüte werden die bräunlich und sterben dann nach circa drei Wochen komplett ab. Um dies zu verhindern ist ein rechtzeitiger Rückschnitt des Kirschbaums und ein guter Standort von Nöten. Sollte Ihr Baum bereits befallen sein, beraten wir Sie gerne rund um das Thema Pflanzenschutzmittel.
Nicht nur wir Menschen finden Süßkirschen besonders lecker, sondern auch die Maden der Kirschfruchtfliege haben Ihre Vorliebe für das süße Fleisch entdeckt. Die Maden schlüpfen nach der Eiablage Ende Mai in den reifenden Früchten und fressen sich durch das Fruchtfleisch. Die Kirschen fangen dann an zu schimmeln und fallen zu Boden. Dort verpuppen sich die Maden im Boden um im nächsten Mai als Fruchtfliege zu schlüpfen und wieder Eier in Ihren Kirschen abzulegen. Verschiedene Maßnahmen wie z.B. Gelbtafeln und Schutznetze helfen Ihnen, dem Befall vorzubeugen oder zu verringern. Zur Dezimierung der Puppenzahl können Sie vor dem Schlüpfen die Fläche des Baumes mit Vlies oder Folie auslegen.
Süßkirschmarmelade mit Minze
Zutaten: 950 g Süßkirschen, 15 Blätter Minze, 1 Limette, 1 Vanilleschote, 500 g Gelierzucker (2:1)
- Süßkirschen entsteinen und mit den Minzblättchen pürieren
- Die restlichen Zutaten hinzufügen und laut Gelierzuckeranleitung einkochen.
- Direkt in saubere, heiß ausgespülte Gläser umfüllen und 5 Min. auf den Kopf stellen. Dann umdrehen und abkühlen lassen.
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Amarettini – Kirschdessert
Zutaten: 400 g Sauerkischen, 200 g Sahne, 500 g Mascarpone, Amarettini, Amaretto oder Kirschsaft, 40 g Raspelschokolade
- Amarettini bis auf circa 10 Stück in Amaretto oder Kirschsaft einweichen.
- Sahne steif schlagen und mit dem Mascarpone verrühren
- Eingeweichte Amarettini, Kirschen und Sahne-Mascarpone Mix in Schichten anrichten. Mit den zurückbehaltenen Amaretti dekorieren und mit Schoko-Streuseln bestreuen. Gut kalt stellen.