Die Rose wird schon seit weit über 2000 Jahren kultiviert. Die Königin der Blumen bietet mit über zwölftausend Sorten eine prunkvolle Vielfalt. Die ersten Gartenrosen wurden aus wilden Rosen gezüchtet. Daraus entstanden die „Alten Rosen“, die bereits vor 1876 gezüchtet wurden. In Europa waren dies vor allem die ‚Gallica Rosen‘, die
Damaszener Rosen‘ und die ‚Alba Rosen‘. Diese klassischen Rosen sind nur einmalblühend und bestechen durch ihre breiten, flachen, schalenförmigen, meist dicht gefüllten Blüten und einer Farbpalette in Pastelltönen von Weiß über Rosa-Rot bis zu Purpurrot.

Die herrliche romantische Stimmung der alten Rosen erlebte ein Revival durch den Nostalgie-Trend. Die Züchter versuchten die Eigenschaften von historischen Rosen auf die „modernen“ zu übertragen. Gelungen ist dies mit
den weit bekannten englischen Rosen, die heutzutage pflegeleichte, robuste und sehr zuverlässige Blüher sind. Mit englischen Rosen als Heckenrose mit den Sorten ‚Harlow Carr‘ oder ‚Queen of Sweden‘ in reinstem Rosa-Rot oder als Kletterrose z.B. ‚Malvin Hills‘ oder ‚James Galway Climbin‘ für Rosenbögen zaubern Sie aus dem Garten ein echtes Märchenland.

Zahlreiche Schönheiten

Rosenarten

Die Rose lässt keine Wünsche offen, denn es gibt sie in zahlreichen Varianten. Kletterrosen, Beetrosen, Edelrosen, Strauch- und Buschrosen sind nur einige der Beispiele. Sogar Bodendeckerrosen gibt es zu kaufen. Als Dekoration sind kleine Zwergrosen sehr schön, die sich in Töpfen und anderen Gefäßen auf dem Balkon oder vor Tür für ein herbstliches Arrangement eignen. Mit Kletterrosen können Sie mit einem Rosenbogen einen barocken Stil in Ihren Garten zaubern. Wildrosen hingegen bieten besonders Nützlingen wie Bienen viel Nahrung. Und wenn Sie Ihrer Nase etwas Gutes tun wollen, dann sollten Sie sich eine Duftrose pflanzen, diese gehören meist zu den alten oder historischen Sorten und sind ganz intensiv im Geruch.

Pflanzzeit ist im Herbst

Der beste Zeitpunkt um Rosen zu pflanzen ist der Herbst, denn dann können die neuen Faserwurzeln durch den feuchten Boden zügig anwachsen. Gepflanzt werden kann meist bis Ende November. Auch bestehende Rosen ziehen jetzt ihre Nährstoffe und Vitamine aus dem Laub in das Holz und die Wurzeln und können nach Laubabfall umgepflanzt werden. Ausschlaggebend für eine wunderschöne starke Blütenpracht ist der richtige Standort, um etwaigen Krankheits- oder Pilzbefall zu verhindern. Die „Königin der Blumen“ mag es gern sonnig und warm. Die im Herbst wurzelnackte und sehr frische Rosenware sollten Sie vor dem Pflanzen circa 8 Stunden gründlich wässern. Danach werden die Wurzeln ein wenig abgeschnitten, um das Wurzelwachstum anzuregen. Die Triebe werden zudem auf circa 20 cm gekürzt. Nun kann die Rose in ein vorbereitetes Pflanzloch (ca. 40 cm x 40 cm) eingesetzt werden, so tief, dass die Veredelungsstelle ca. 5 cm unter dem Boden liegt. Nach dem Anfüllen mit Erde sollten Sie den Boden sanft festtreten, um etwaige Hohlräume zu schließen. Dann benötigt die Rose Wasser.

Wichtig: Wenn sich die Erde gesetzt hat, häufeln Sie die Rose ca. 15 cm hoch an. Somit ist sie vor Frost geschützt.

Oktober

Der perfekte Schnitt

Durch einen guten Schnitt wird eine Rose kräftiger und weniger durch Schädlinge befallen. Zudem ist der Herbstschnitt wichtig, um abgestorbenes Pflanzenmaterial zu entfernen und so Pflanzenkrankheiten im Winter vorbeugend zu verhindern. Für das Beschneiden der Rosen benötigen Sie eine scharfe Garten- oder Rosenschere und schützende Gartenhandschuhe. Als Faustregel gilt, die Rosen bis auf das vierte Auge runterzuschneiden. Jedoch sollten Sie über diesem Auge so hoch abschneiden, wie der zugehörige Stängel breit ist. Die Pflanze sollte nach dem Schnitt möglichst symmetrisch aussehen.
 
 

Anfang November

Jetzt wird es Winterfest

an der Zeit die Rosen winterfest zu machen. Besonders, wenn die Sonne sich tagsüber zeigt und nachts Frost droht, dann wird es für die Rose gefährlich. Um sie zu schützen, eignen sich besonders Jutebahnen, die um die Pflanze gewickelt werden oder auch Jutesäcke. In unserem Fachhandel bekommen Sie schöne dekorative Schutzhüllen und Juteartikel. Auch die Rosen in Pflanzkübeln sollten nicht vergessen werden. Von unten schützen Sie sie vor Bodenfrösten am besten mit einem dicken Styropor oder Holzbrett unter dem Kübel. Den Kübel selbst sollten Sie ebenfalls mit Jutebahnen umwickeln und die Krone, wie bei den Beetrosen oben beschrieben, auch schützen.