Der Winter ist die perfekte Zeit, um den Garten neu zu planen oder umzustrukturieren. Manchmal ist auch die Zeit gekommen, umzudenken oder einem neuen Trend Raum zu geben. Jedoch weiß man oft nicht, wie man beginnen soll oder welchen Dingen man Beachtung schenken sollte. Mit einer guten Planung gedeihen die Pflanzen besser an ihrem perfekten Standort oder können komplette Farbgestaltungen oder Themengärten einfacher umgesetzt werden. Das schönste daran ist jedoch, dass man an sich bereits im Winter auf das neue Gartenjahr freuen kann, wenn der Plan erst einmal feststeht. Mit unseren vier Tipps können Sie Ihre Ideen auf Papier bringen und ganz entspannt durch die reichhaltige Pflanzenauswahl stöbern.

 

Tipp 1 – Zeichnen Sie Ihr Grundstück und den Wunschgarten

Sie müssen kein Künstler oder Gartenlandschaftsplaner sein, denn diese Skizze dient natürlich nur dazu, Ihre eigene Arbeit zu unterstützen. Dazu besorgen Sie sich am besten einen Lageplan vom Katasteramt und passen ihn im gewünschten Maßstab mit einer Kopie an. Danach können Sie die von Ihnen bereits angelegten Wege oder feststehende Elemente einzeichnen, die erhalten bleiben sollen. Seien Sie dabei so genau wie möglich und messen Sie evtl. nochmal mit einem Maßband nach. Danach ist das wichtigste Utensil das Transparentpapier. Dies legen Sie auf Ihren Plan und beginnen Elemente nach und nach einzuzeichnen. Meist eignen sich geometrische Formen am Anfang am besten. Durch das Transparentpapier können Sie verschiedene Entwürfe machen, ohne etliche Male den Grundplan auszudrucken oder abzuzeichnen.

 

Tipp 2 – Ideenjagd

Nach Ideen können Sie das ganze Jahr jagen. Wir raten Ihnen zu Spaziergängen durch botanische Gärten oder einfach durch Häusersiedlungen. Am besten machen Sie sofort ein Foto von Ihrer Lieblingsidee, damit Sie sie nicht vergessen. Aus diesen gesammelten Ideen können Sie dann Ihr persönliches Ganzes daraus zaubern. Ansonsten finden Sie im Winter Inspirationen auf Gartenblogs oder in Gartenzeitschriften. Sollten Sie dann schöne Pflanzkombinationen im Sinn haben, ist es erst einmal wichtig, sich über deren Ansprüche an Standort und Boden zu informieren.

Um sich nicht im Wirrwarr der Ideen zu verirren oder nachher Kombinationen unterschiedlicher Stile zu haben, empfiehlt es sich auf einen Stil oder Themengarten zurückzugreifen. Dies können Mottogärten, wie z.B. ein Asiagarten oder Cottage Garten, aber auch Farbstile wie lila-weiße Kombinationen sein.

 

Tipp 3 – Standorte und Bodenbeschaffenheit beachten

Sie sollten Ihre Pflanzen unbedingt passend nach Standort pflanzen. Was nützt die schönste Rose an einem Schattenplatz, denn dort werden Sie kaum Freude an der Sonnenanbeterin haben. Beachten Sie dabei auch unbedingt den Schattenwurf von anderen Pflanzen und Bäumen sowie Ihrem Haus.  Ebenso sollten Sie im Vorhinein bedenken, wie groß die Pflanzen noch werden und auch ausreichend Abstand einberechnen.

Eine gute Vorrausetzung für das Gedeihen ist ein guter Boden. Wir bieten Ihnen deshalb als Fachmarkt eine Bodenprobenanalyse an. Die unterschiedlichen Pflanzen benötigen zum Teil einen anderen pH-Wert z.B. ein Rhododendron benötigt einen Boden mit niedrigem pH-Wert um zu gedeihen.

Machen Sie sich daher genau über die Blumen und Pflanzen schlau, damit Sie Ihre Bepflanzung auch im Nachhinein genießen können. Dies sollten Sie auch bei Ihren Grünflächen beachten. Im Schattenbereich empfiehlt sich eine Aussaat von Schattenrasen. Zudem sollten Sie darüber nachdenken, wie strapazierfähig Ihre Grünfläche sein muss.

 

Tipp 4 – Gehwege und Wohlfühloasen

Einen schönen Platz am Ende des Gartens zum Entspannen oder eine Zuwegung, damit Ihr Zierrasen nicht zertrampelt wird? Dann sollten Sie auch diese gleich in Ihrem Plan mit berücksichtigen. Schraffieren Sie die Flächen erst einmal, wenn Sie noch keine Idee haben, wie es umgesetzt werden soll. Haben Sie aber schon eine Idee von einem Bodenbelag oder Stein, dann können Sie dies naturgetreu einzeichnen und schauen, ob es mit den Bepflanzungen harmoniert. Ebenso sollten Sie bei gepflasterten Flächen beachten, dass diese nicht das Maximalmaß an versiegelter Fläche überschreitet.

Auch einen Sichtschutz sollten Sie genau überdenken. Soll es eine Hecke oder doch eine bepflanzte Pergola werden. Lassen Sie Ihren Ideen Freiraum und zeichnen Sie verschiedene Modelle ein.

 

Tipp 5 – Gärtnern leicht gemacht

Bedenken Sie unbedingt bei Ihrer Planung, ob Sie technische Raffinessen benötigen. Soll ein Rasenmähroboter Ihr liebstes Grün pflegen, so denken Sie daran die Drähte mit einzuplanen, die der Roboter zur Begrenzung der Fläche benötigt. Ebenso sollten Sie bei einem Sprinklersystem verfahren und genau berechnen, wo Sie die Düsen benötigen, damit kein Fleck trocken bleibt. Wasser- und Stromanschlüsse sollten auch einen Weg in Ihren gezeichneten Plan finden.

 

Tipp: Bedenken Sie unbedingt Blühzeiten, damit Sie nicht in einer Jahreszeit auf einen kargen Garten blicken müssen. Wir haben auch in unserem Journal ein paar schöne Winterpflanzen als Inspiration für Sie zusammengestellt.